Homerecording – Musikproduktion zu Hause

In unserem Artikel zum Homerecording findest du Informationen zu Studioeinrichtung, Recording- und Mixing-Praxis um erfolgreich ins Musik produzieren einzusteigen. Get started!

Homerecording ist heute zur Trenddisziplin avanciert. Dem technischen Fortschritt und einem stetig wachsenden Markt sei es gedankt. Nach dem Do-It-Yourself-Prinzip zu Hause mittels Interface, Computer und Mikrofon Musik zu produzieren, ist angesagter denn je und wird nicht nur von Hobbymusikern sondern auch etablierten Künstlern genutzt.

 

How to: Studio- bzw. Raumakustik optimieren

Die Akustik eines Raumes, hat maßgeblichen Einfluss auf den Klang einer Audioaufnahme und spielt neben gesunden Ohren vor allem auch beim Abmischen von Musik eine entscheidende Rolle.

Wer sich eingehender mit der Raumakustik beschäftigt, wird feststellen, dass es sich hierbei um eine äußerst komplexe wie komplizierte Wissenschaft handelt. In der Fachliteratur ist häufig die Rede von Resonanzen, Raummoden, Reflexionen oder ähnlichen Phänomenen, welche sich mathematisch ermitteln lassen um die Akustik eines Raumes zu optimieren.

An dieser Stelle wollen wir dich aber nicht mit Formeln langweilen, sondern im Rahmen der Möglichkeiten des durchschnittlichen Homerecordlers bleiben.

 

Zu beachten ist, dass in den meisten Räumen der Nachhall verkürzt werden sollte (Absorption) oder/und vertikale Reflexionen von Wänden vermieden werden sollten. Die Grafik auf Seite 6 ist selbsterklärend und stellt ein klassisches Beispiel eines akustisch optimierten Homerecording-Studios dar.

Tipp!

Anstatt für viel Geld teure Absorber o.ä. zu kaufen, könnt ihr alternativ auch Objekte die sich sowieso schon in eurem Raum befinden zum Diffusor (streut Schall) oder Absorber (absorbiert Schall) umfunktionieren. Dazu zählen beispielsweise Bücherregale, Kleiderschränke, Vorhänge, Jalousien oder ähnliches.

Weiterführende Literatur +

 

  • Andreas Mistele ‚getting pro‘  (epubli Verlag)
  • Andreas Friesecke ‚Die Audio-Enzyklopädie‘  (K.G. Saur)

 

Tutorial-Videos +

 

Warum helfen Eierkartons an an den Wänden für die Raumakustik nicht?

Weit verbreitet ist nach wie vor der Mythos dass Eierkartons als Absorber oder Diffusoren hilfreich seien. Dies ist leider nicht der Fall!

Durch die geringe Materialdicke wird kaum Schall absorbiert und lediglich hohe Frequenzen werden im Raum gestreut. Hier gibt es deutlich effektivere Methoden die Raumakustik nachhaltig zu verbessern. Eine ausführlich Erklärung dazu findest du auch bei: https://browneakustik.de/2017/05/31/eierkartons-raumakustik/

Abhörmonitore finden und richtig positionieren

Als Abhörmonitore sind sogenannte aktive Nearfield-Monitore für das Mischen im Homestudio vollkommen ausreichend. Zu empfehlen sind hier Boxenpaare mit 5er bis 8”er Tieftöner, welche zumindest ein Frequenzspektrum zwischen 40 Hz – 22 kHz wiedergeben können. Spezifische Kaufempfehlungen sollen an dieser Stelle nicht gegeben werden, können jedoch diversen Fachmagazinen entnommen werden. Letztendlich ist beim Kauf neben deinem Budget, der  klangliche Geschmack entscheidend. Man sagt auch: Wer seine Boxen gut kennt, kann theoretischen unabhängig von den Messwerten gut darauf mischen. Zu bewährten Marken zählen beispielsweise Yamaha, Neumann, KRK, Adam, JBL oder Genelec.

Aufgestellt werden sollten Studiomonitore folgendermaßen:

  • Höhe: Monitore werden auf Kopfhöhe positioniert (idealerweise befindet sich die Ohrhöhe zwischen Hoch- und Tieftöner). Geeignet sind diverse Stative. Falls die Monitore auf dem Schreibtisch stehen, sollte besonders darauf geachtet werden dass sie entkoppelt sind. Dafür eignen sich beispielsweise ein paar übereinander gestapelte Bücher oder Zeitschriften, auf denen man die Monitore stellen und somit auch gleichzeitig auf die richtige Höhe bringen kann.
  • Ausrichtung: Gleiche Entfernung zwischen beiden Monitoren und dem Sitzenden. Die Boxen werden idealerweise mit den Speakern im 60° Winkel zur Abhörposition gedreht und bilden ein gleichseitiges Dreieck mit dem Sitzenden (siehe auch in der Abbildung auf S.5).

How to: Recording

So nimmst du Vocals richtig auf!

Für Gesangsaufnahmen empfiehlt sich ein möglichst “trockener” Raum mit kurzem Nachhall.
Wenn dir ein solcher nicht zur Verfügung steht, kann ein Micscreen Abhilfe schaffen. Eine andere günstige Variante ist außerdem, das Gesangsmikrofon vor einem geöffneten Kleiderschrank zu platzieren.
Für Gesangsaufnahmen werden aufgrund ihrer Klangqualität in höheren Frequenzen und dem geringen Eigenrauschen, gerne Kondensatormikrofone verwendet. Je nach Situation und abhängig vom Sänger oder der Sängerin, kann bei einer Studioaufnahme jedoch auch ein dynamisches Mikrofon gut funktionieren.
Achte bei der Aufnahme darauf, dass der/die Sänger/in im Abstand von 15-20 cm zum Mikrofon steht.
Den Abstand kannst du auch gut durch die Anbringung des Poppschutzes bestimmen.
Wenn möglich sollte das Mikrofon umgekehrt und etwas über der Mundhöhe aufgehängt werden, um die Aufzeichnung von Zisch- und S-Lauten zu minimieren.

Für Gesangsaufnahmen werden aufgrund ihrer Klangqualität in hohen Frequenzen und dem geringen Eigenrauschen, gerne Kondensatormikrofone verwendet. Je nach Situation und abhängig vom Sänger oder der Sängerin, kann bei einer Studioaufnahme jedoch auch ein dynamisches Mikrofon gut funktionieren. Beliebt ist aufgrund seiner Klangeigenschaften z.B. das Shure SM7B.
Achte bei der Aufnahme darauf, dass der/die Sänger/in im Abstand von 15-20 cm zum Mikrofon steht.
Den Abstand kannst du auch gut durch die Anbringung des Poppschutzes (welcher Plosivlaute und Windgeräusche filtert) bestimmen.
Wenn möglich sollte das Mikrofon umgedreht und etwas über der Mundhöhe aufgehängt werden, um die Aufzeichnung von Zisch- und S-Lauten zu minimieren.

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